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Als im Jahre 1922 die Jägerkompanie im neuerbauten Schützenhaus ihr 125 jähriges Jubiläum feierte, war auch u. a. die
Schützengilde Wittingen vertreten. Die Salzwedeler Gilde war kurz darauf zum Wittinger Jubiläum geladen.
Der 2. Weltkrieg zerstörte das Gildeleben. Für die Zeit ab 1940-1945 ruhte das Gildeleben zunächst in Salzwedel. Nach dem
verlorenen Krieg zogen am 14. April 1945 die Amerikaner in Salzwedel ein. Der erste Befehl den der Kommandant erließ, war, alle
Waffen seien sofort abzuliefern. Alle Gewehre, Säbel, Degen, Spieße mussten halb auf die Straße und halb auf den Bordstein gelegt
werden und dann fuhr mehrmals ein Panzer darüber. So geschah es auch mit den drei vom Gelbgießer Wilhelmy im Jahre 1855 gegossenen
messingnen Böllern, die fast ein Jahrhundert lang mit ihrem lauten Knall die Schützenfeste eröffnet hatten. Am Rathaus wurden die
kläglichen Reste 1993 beim Anlegen der neuen Zufahrt gefunden. Aber weiter ging die totale Demontage der Schützengilde
nachdem die russische Armee eingezogen war. Im August 1945 mussten auch aus dem kleinen Saal im Schützenhaus und auch im Schießhaus die
Fotografien ''der General'' und die Königsseheiben entfernt werden. Die Bildnisse der Könige nahmen die damals noch lebenden Könige
an sich oder auch deren Angehörige, was übrig blieb wurde dem Danneil-Museum übergeben. Danach kam ein großes Loch nach 1945. Nach der
Rekonstruierung der Gilde 1990 entschlossen sich einige Mitglieder gemäß der alten Traditionen, wieder die historischen Uniformen herstellen
zu lassen. Am 14.10.1991 wurde der Beschluss gefasst. Gleichzeitig wurde eine Kopie der alten Kompaniefahne in Auftrag gegeben.
1869 gaben sich die Mitglieder der Jäger- Kompanie die erste Fahne. Diese wird nunmehr im Daneil-Museum aufbewahrt.
1993 konnte die neue Fahne zum Schützenfest feierlich geweiht werden. 1. Kompaniechef der Formation wurde 1991 Hauptmann Axel Oberst.
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